{"id":5005,"date":"2025-12-09T10:03:00","date_gmt":"2025-12-09T09:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/?p=5005"},"modified":"2026-04-13T16:20:40","modified_gmt":"2026-04-13T14:20:40","slug":"erfolgsgeschichte-local-life-2-mio-e-investiert-zwei-geschaeftsmodelle-nicht-aufgegangen-und-dann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/erfolgsgeschichte-local-life-2-mio-e-investiert-zwei-geschaeftsmodelle-nicht-aufgegangen-und-dann\/","title":{"rendered":"Erfolgsgeschichte Local Life: 2 Mio. \u20ac investiert, zwei Gesch\u00e4ftsmodelle nicht aufgegangen \u2013 und dann?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Startup-Gr\u00fcnder und Investoren wissen: Selten l\u00e4uft alles exakt so wie geplant. Und ab und zu geht es sogar so richtig schief. Aber das muss nicht bedeuten, dass die Reise vorbei ist. Local Life hat in zwei FunderNation-Finanzierungsrunden \u00fcber 2 Mio. \u20ac eingesammelt, und trotzdem glich die Reise eher einer Achterbahn als einem Spaziergang. Heute befindet sich das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs. Wie sie das geschafft haben, was alles schieflaufen kann und was in schweren Zeiten wirklich geholfen hat, erz\u00e4hlt uns Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Jakob Larsen im Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"780\" src=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/o.siebers-1024x780.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5021\" srcset=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/o.siebers-1024x780.jpg 1024w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/o.siebers-300x229.jpg 300w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/o.siebers-1536x1171.jpg 1536w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/o.siebers-87x67.jpg 87w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Local Life Gr\u00fcnder Jakob Larsen (links) und Valentin Steinbrenner (rechts)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Hallo Jakob, sch\u00f6n, dass du da bist! Lass uns mal ganz am Anfang starten: Wie kam es eigentlich damals zur Gr\u00fcndung von Local Life?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Hallo Lola, ja klar! Im Januar 2019 haben mein langj\u00e4hriger Freund Valentin und ich Local Life gegr\u00fcndet. Wir teilen die Leidenschaft f\u00fcr gesunde, regionale Ern\u00e4hrung \u2013 ein Thema, das in der westlichen Welt oft vernachl\u00e4ssigt wird und f\u00fcr viele gesundheitliche Probleme mitverantwortlich ist. Unsere Vision war daher, gesunde und nachhaltige Ern\u00e4hrung f\u00fcr jeden zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dieser Vision entsprang dann folgende Idee: Ein Online-Supermarkt, der regionale Produkte b\u00fcndelt und direkt liefert. Wer keine Zeit hat, beim Bauern, Metzger oder Obstbauern einzukaufen, bekommt alles aus einer Hand \u2013 erg\u00e4nzt durch fair gehandelte, nachhaltige Produkte wie Bananen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Nachhaltig und clever. Daran kann ich mich auch noch erinnern. Ihr habt ungef\u00e4hr zu diesem Zeitpunkt auch eure erste Finanzierungsrunde mit FunderNation durchgef\u00fchrt. Aber das Gesch\u00e4ftsmodell ging nicht wie geplant auf. Wann ist euch das bewusst geworden?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Genau, so war es. Unser Fokus lag damals auf B2C, Endkunden direkt beliefern. Nebenbei haben wir eher opportunistisch ein paar Gesch\u00e4ftskunden mit verschiedenen Produktvariationen beliefert, je nach deren Bedarf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/o.siebers-11-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5022\" srcset=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/o.siebers-11-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/o.siebers-11-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/o.siebers-11-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/o.siebers-11-270x180.jpg 270w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/o.siebers-11-770x515.jpg 770w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Das Hauptgesch\u00e4ftsmodell von Local Life damals: Frische lokale Lebensmittel nach Hause geliefert<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am Anfang lief alles hervorragend: Schon im ersten Jahr konnten wir schwarze Zahlen schreiben und waren zuversichtlich, dass sich der Erfolg fortsetzen w\u00fcrde. Schwieriger wurde es in der Skalierungsphase: Was im kleinen Ma\u00dfstab hervorragend funktionierte, lie\u00df sich nicht einfach vergr\u00f6\u00dfern. Die Skalierungskosten fra\u00dfen unsere Ertr\u00e4ge auf, die Margen waren zu gering, und so war das Gesch\u00e4ft in dieser Form nicht tragf\u00e4hig.<\/p>\n\n\n\n<p>Uns ist dann bewusst geworden, dass unser gr\u00f6\u00dfter Hebel das B2B Gesch\u00e4ft ist: Wir haben ein paar Schulen und Kitas beliefert, und das hat sich viel mehr gelohnt. Also haben wir unseren Fokus darauf umgestellt und am Ende das B2C Gesch\u00e4ft komplett abgestellt. Auch wenn es eine sch\u00f6ne Idee war, am Ende hat es leider nicht funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Das hei\u00dft, ihr habt euer erstes Gesch\u00e4ftsmodell schon nach wenigen Jahren aufgeben m\u00fcssen. Wie seid ihr damit umgegangen?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Ehrlich gesagt, das war eine harte Zeit. R\u00fcckblickend haben wir viel zu lange an unserer urspr\u00fcnglichen Idee festgehalten, bis wir wirklich verstanden haben, dass eine Umstrukturierung unvermeidlich war. Irgendwann mussten wir uns ehrlich fragen: Wie lange kann das noch gutgehen? Danach ging alles relativ schnell. Wir fokussierten uns auf das EU-Schulobstprogramm, bei dem wir am Ende 167 Schulen und Kitas mit Milch, Obst und Gem\u00fcse versorgt haben \u2013 finanziert durch die L\u00e4nder und die EU.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Okay, also vom Online-Supermarkt zum Schulessen. Das ist ein ziemlicher Sprung. Ist es euch gelungen, damit das Unternehmen zu restrukturieren?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Die Umstrukturierung war eine echte Herausforderung. Wir hatten noch Altlasten aus der B2C-Zeit und mussten unsere Kundenbasis praktisch von Grund auf neu aufbauen. Doch unser Angebot kam bei den Verantwortlichen sofort gut an \u2013 das gab uns enormen Auftrieb. Gleichzeitig haben wir in dieser Phase die zweite Finanzierungsrunde bei FunderNation abgeschlossen. F\u00fcr uns f\u00fchlte es sich damals so an, als h\u00e4tten wir mit diesem angepassten Modell endlich den richtigen Weg gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Aber wo lag da der Haken?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Der kam erst noch. Anfangs funktionierte das Gesch\u00e4ftsmodell sehr gut. Doch um wirklich erfolgreich zu sein, mussten wir wachsen und mehr Schulen und Kitas beliefern. Operativ lief es super. Wir akquirierten immer mehr Schulen, die den Bewilligungsprozess f\u00fcr das EU-Schulobstprogramm starteten \u2013 doch die L\u00e4nder konnten mangels Budget nicht mehr bewilligen. Im zweiten Jahr hatten wir trotz gr\u00f6\u00dferem Interesse dadurch sogar weniger Kunden als zuvor. Unser Unternehmen stand kurz vor der Insolvenz, und wir konnten nichts tun, um die Prozesse zu beschleunigen. Und ohne das gef\u00f6rderte Programm war es schwierig, neue Schulen und Kitas zu akquirieren, weil unsere Preise aufgrund der lokalen Qualit\u00e4t gegen\u00fcber den gro\u00dfen Playern nicht wettbewerbsf\u00e4hig waren. Viele wollten zwar, aber das Geld daf\u00fcr fehlte.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Das hei\u00dft, an diesem Punkt war es zu Ende mit dem Schulessen. Euer zweites Gesch\u00e4ftsmodell hat auch nicht funktioniert. Wer oder was hat euch aus dieser Situation gerettet?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Dass Local Life diesen R\u00fcckschlag \u00fcberlebt hat, war ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Ein wichtiger Punkt war, dass wir schon fr\u00fch auf mehrere S\u00e4ulen gesetzt haben. Dazu gibt es eine kleine Geschichte: 2021 kam von einem unserer wenigen B2B-Kunden, Helios, eine Anfrage. Das Krankenhaus wollte f\u00fcr seine Mitarbeiter lokale Lebensmittel bereitstellen, die sie nach der Arbeit mit nach Hause nehmen konnten. Wegen der Schichtarbeit sollte das Angebot rund um die Uhr verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben dann \u00fcberlegt, Automaten aufzustellen und mit unseren Produkten zu bef\u00fcllen. Das war eigentlich gar nicht unser Kerngesch\u00e4ft, aber Helios war einer unserer wichtigsten Kunden, und wir wollten unbedingt eine L\u00f6sung bieten. Also sagten wir: \u201eKlar, wir schaffen das\u201c, obwohl wir es noch nie gemacht hatten. Noch im selben Jahr haben wir das Projekt umgesetzt, viel ausprobiert und Erfahrungen gesammelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Automaten blieben zun\u00e4chst eine exklusive Sache. Aber etwa ein Jahr sp\u00e4ter meldete sich ein weiterer Interessent, der unsere Automaten bei Helios gesehen hatte. Das war dann genau zu der Zeit, als wir gemerkt haben, dass das Schulessen-Modell nicht skalierbar ist. Das war der Wendepunkt, an dem wir beschlossen haben, unser Gesch\u00e4ftsmodell ein zweites Mal neu auszurichten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Also habt ihr dann noch ein weiteres Mal euer Unternehmen komplett umgekrempelt&#8230; wie konntet ihr das stemmen?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Das war eine riesige Herausforderung f\u00fcr alle Beteiligten. M\u00f6glich war es nur, weil wir schon immer ein starkes Team hatten und alle fest an unsere Vision glaubten: gesunde, nachhaltige Ern\u00e4hrung f\u00fcr alle zug\u00e4nglich zu machen. Wir haben unglaublich viel investiert, viele N\u00e4chte durchgearbeitet und uns gegenseitig getragen. Ohne dieses Herzblut w\u00e4re es nie gelungen. Unterst\u00fctzung kam zudem auch von au\u00dfen \u2013 zum Beispiel durch FunderNation, die uns bei Strukturierung und Reporting geholfen haben, sowie durch einige unserer Business Angels, die finanziell mehrfach mit an Bord waren und uns auch in der Planung unterst\u00fctzt haben und das immer noch tun.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Wichtiger Punkt. Ein Gesch\u00e4ftsmodell kann noch so spannend sein \u2013 ohne ein starkes Team dahinter bringt es nichts. Apropos Gesch\u00e4ftsmodell: Wie ging es dann weiter? Ihr habt euch auf die Automaten fokussiert?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Genau. Wir haben alle Energie in das Automaten-Gesch\u00e4ft gesteckt. Zuerst haben wir den Wettbewerb genau analysiert: Wo gibt es Probleme, was k\u00f6nnen wir besser machen? Ein zentraler Punkt war der Service \u2013 bei einem Automaten gibt es nichts Schlimmeres, als wenn er nicht funktioniert. Also haben wir daran gearbeitet, schneller, verl\u00e4sslicher und kundenzentrierter zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu haben wir ein standardisiertes Checklisten-System entwickelt: Der Vertrieb erfasst vor Ort alle Kundendaten, Vertrags- und technische Details werden automatisch abgearbeitet, das Operations-Team stellt die Automaten auf. Danach sorgt ein kontinuierlicher Loop f\u00fcr Sortimentsanpassungen und Marketingma\u00dfnahmen. So l\u00e4uft der gesamte Prozess effizient, automatisiert und ohne unn\u00f6tige interne Abstimmung. Das macht uns schneller, enger am Kunden und damit deutlich wettbewerbsf\u00e4higer. Unser Anspruch ist einfach: Der Kunde sagt uns, was er braucht, und wir wissen genau, wie wir es umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1707\" height=\"2560\" data-id=\"5014\" src=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-29-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5014\" srcset=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-29-scaled.jpg 1707w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-29-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-29-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-29-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-29-1365x2048.jpg 1365w\" sizes=\"(max-width: 1707px) 100vw, 1707px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1707\" height=\"2560\" data-id=\"5013\" src=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-35-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5013\" srcset=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-35-scaled.jpg 1707w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-35-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-35-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-35-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-35-1365x2048.jpg 1365w\" sizes=\"(max-width: 1707px) 100vw, 1707px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1707\" height=\"2560\" data-id=\"5012\" src=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-28-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5012\" srcset=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-28-scaled.jpg 1707w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-28-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-28-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-28-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Local_life_imgabilder_vkkd-28-1365x2048.jpg 1365w\" sizes=\"(max-width: 1707px) 100vw, 1707px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Die Local Life Regiomaten &#8211; so sehen sie aus<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Wer es genau wissen m\u00f6chte: Details zum Automaten-Gesch\u00e4ftsmodell:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Flyer-Automaten-40-pages.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von Embed of Wer mehr wissen m\u00f6chte: Flyer-Automaten-40-pages..\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-a879bad7-ea84-47c5-82d6-ed4a50d10f3e\" href=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Flyer-Automaten-40-pages.pdf\">Wer mehr wissen m\u00f6chte: Flyer-Automaten-40-pages<\/a><a href=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Flyer-Automaten-40-pages.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-a879bad7-ea84-47c5-82d6-ed4a50d10f3e\">Download<\/a><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Und wie zeigt sich der Erfolg eures neuen Modells? Seid ihr mit dem bisherigen Verlauf zufrieden?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Ja, tats\u00e4chlich! Seit einem Jahr sind wir intensiv mit dem Automaten-Gesch\u00e4ftsmodell am Markt und haben viel gelernt: Je mehr Automaten wir aufstellen, desto mehr Automatisierung brauchen wir \u2013 sei es in Buchhaltung, Marketing oder Logistik. Schritt f\u00fcr Schritt haben wir diese Prozesse aufgebaut und gleichzeitig unser Team um die n\u00f6tigen Experten erweitert.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile haben wir auch eine solide Kundenbasis. Mit diesem Modell erreichen wir erstmals seit der Gr\u00fcndung richtig gute Margen \u2013 im September lagen sie zum Beispiel bei 55 %, was im Handel sehr ordentlich ist. Wir sind jetzt endlich in der Phase, in der wir skalieren k\u00f6nnen. Wenn alles einigerma\u00dfen planm\u00e4\u00dfig l\u00e4uft, schreiben wir ab Februar 2026 schwarze Zahlen \u2013 zum ersten Mal in einem gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Das klingt gut. Wie wollt ihr nun die Skalierung angehen \u2013 einfach mehr Automaten aufstellen?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Ja, das ist ein Teil davon, aber nicht alles. Unser Ziel ist klar: Wachsen, ohne dass die Kosten im gleichen Ma\u00df steigen. Daf\u00fcr haben wir das Konzept des Local Hub entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das funktioniert so: Wir stellen einen umgebauten \u00dcbersee-Container auf, der \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich ist. Darin stehen mehrere Automaten mit unserem gewohnten Local Life-Sortiment. Hinter dem Container befindet sich ein zweiter, nicht \u00f6ffentlicher Container als Lager. F\u00fcr so einen Standort reicht ein Mitarbeiter, der mit dem Lager sowohl die Automaten im Hub bef\u00fcllt als auch die Automaten unserer B2B-Kunden im Umkreis betreut. Und die Belieferung der Lager wird &nbsp;kosteneffizient zentral von Wuppertal aus gesteuert.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich optimieren wir interne Prozesse und holen weitere Kompetenzen ins Team, wodurch wir im kommenden Jahr mehrere hunderttausend Euro einsparen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Und wie kann ich mir so einen Local Hub vorstellen? Ist der vordere Teil wie ein vollautomatisierter Mikro-Supermarkt, wie es ihn ja schon von gro\u00dfen Ketten gibt?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Nicht ganz, aber \u00e4hnlich. Optisch wirkt der Hub eher wie ein kleiner, offener Supermarkt mit Verglasung und automatischen T\u00fcren. Dadurch wird er von Kunden besser wahrgenommen. Die hochdigitalisierten Mini-Superm\u00e4rkte von gro\u00dfen Ketten erf\u00fcllen oft nicht den tats\u00e4chlichen Marktbedarf: Viele Kunden wollen nicht so komplizierte Systeme nutzen, etwa nur mit Kreditkarte reinzukommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu kommen enorme Investitionskosten von weit \u00fcber einer Million Euro, die erstmal wieder hereingeholt werden m\u00fcssen. Wir schaffen das mit weniger als einem Zehntel: Durch das Container-System bauen wir schnell, flexibel und kosteng\u00fcnstig. Sieben Standorte sind schon gesichert, teils mit Baugenehmigung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/71900cf8-4485-4084-b338-b24e4a70e211.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5010\" srcset=\"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/71900cf8-4485-4084-b338-b24e4a70e211.jpg 800w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/71900cf8-4485-4084-b338-b24e4a70e211-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/71900cf8-4485-4084-b338-b24e4a70e211-270x180.jpg 270w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>So sieht der Local Hub aus <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir arbeiten also extrem kosteneffizient. Kapital brauchen wir zwar, aber deutlich weniger \u2013 einen Teil k\u00f6nnen wir sogar direkt aus dem laufenden Cashflow finanzieren. Darauf sind wir wirklich stolz, weil es zeigt, dass unser Konzept funktioniert und sich nachhaltig tr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lola<\/strong>: Das klingt doch sehr ermutigend! Wirklich beeindruckend, dass ihr so viele Krisen \u00fcberstanden habt und jetzt voll durchstarten k\u00f6nnt. Hast du noch ein Wort zum Abschluss, etwas, das du anderen Gr\u00fcndern oder vielleicht auch Investoren mitgeben m\u00f6chtest?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jakob<\/strong>: Ja, auf jeden Fall. Die gr\u00f6\u00dfte Lektion haben wir gleich zu Beginn gelernt: Wir konnten uns anfangs nicht von unserem B2C-Gesch\u00e4ft l\u00f6sen, obwohl klar war, dass es sich nicht tr\u00e4gt. Wir wollten um jeden Preis unsere Vision umsetzen \u2013 gesunde und nachhaltige Ern\u00e4hrung f\u00fcr alle zug\u00e4nglich machen. Dabei haben wir aber \u00fcbersehen: Nur weil ein Gesch\u00e4ftsmodell nicht funktioniert, hei\u00dft das nicht, dass die Vision dahinter scheitert.<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal muss man einen Schritt zur\u00fcckgehen und sich fragen: Unterst\u00fctzt das, was ich gerade tue, wirklich mein Ziel? Oder verliere ich mich im Detail? Es bringt nichts, sich zu sehr auf etwas zu versteifen, das nicht funktioniert. Und manchmal braucht es eben mehrere Anl\u00e4ufe.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Vision war nie, Automaten aufzustellen oder Lebensmittel auszuliefern. Sie war immer, gesunde, nachhaltige Ern\u00e4hrung dorthin zu bringen, wo sie fehlt \u2013 in Randgebiete, Krankenh\u00e4user, Unternehmen, wo sonst nur Schokoriegel und Cola verf\u00fcgbar sind. Genau hier haben wir heute ein starkes Alleinstellungsmerkmal und k\u00f6nnen echte Ver\u00e4nderung bewirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Rat: Verliert eure Vision nie aus den Augen. Sie bleibt der Kompass, das Gesch\u00e4ftsmodell nur das Mittel zum Ziel. Flexibel bleiben, ausprobieren, schauen, was funktioniert und den Fokus auf das Wesentliche setzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Startup-Gr\u00fcnder und Investoren wissen: Selten l\u00e4uft alles exakt so wie geplant. Und ab und zu geht es sogar so richtig schief. Aber das muss nicht bedeuten, dass die Reise vorbei ist. Local Life hat in zwei FunderNation-Finanzierungsrunden \u00fcber 2 Mio. \u20ac eingesammelt, und trotzdem glich die Reise eher einer Achterbahn als einem Spaziergang&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5008,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,8],"tags":[17,35,37,33,34,38],"class_list":{"0":"post-5005","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-funding-stories","8":"category-interviews","9":"tag-featured","10":"tag-finanzierung","11":"tag-fuer-investoren","12":"tag-fuer-unternehmen","13":"tag-startups","14":"tag-success-story"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5005"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5005\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5029,"href":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5005\/revisions\/5029"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5008"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fundernation.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}