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Diese Woche hat sich das Führungsteam des Familienunternehmens Kneissl24 für ein Doppel-Interview zur Verfügung gestellt. Senior Oliver Kneissl und Junior Maximilian Kneissl liefern darin interessante Erkenntnisse über die positiven Effekte, die Crowdinvesting in ihrem Fall mit sich gebracht hat. Außerdem teilen sie wertvolle Ratschläge hinsichtlich Vorbereitung und Umsetzung der Kampagne.

Im zweiten Teil berichten Sie über die Vorteile und geplante Geschäftsentwicklung der Eigenmarke, die sie vor kurzem auf den Markt gebracht haben. Aber lesen Sie bitte selbst …

FN: Zunächst einmal Herzlichen Glückwunsch zum Erreichen der Fundingschwelle. Welche Argumente haben Sie dazu bewogen die Crowdinvesting-Kampagne auf FunderNation um weitere 2 Monate zu verlängern?
OLIVER KNEISSL: Vielen Dank. Zunächst haben wir uns riesig über das Erreichen der Fundingschwelle sowie das erhaltene Feedback gefreut. Was auch gleich der ausschlaggebende Punkt ist. Beim Feedback bekamen wir neben Lob und Kritik mehrmals die Bitte die Kampagne zu verlängern, da einige noch investieren wollten, jedoch leider verhindert waren. Wir wollten natürlich jedem die Gelegenheit geben, uns zu unterstützen und gemeinsam am Erfolg teil zu haben. Nach Rücksprache mit FunderNation konnten wir das auf dem kurzen Dienstweg erledigen.

FN: Neben den positiven finanziellen Aspekten einer erfolgreichen Crowdinvesting-Kampagne, können auch besonders im Bereich Marketing positive Effekte generiert werden. Wie ist ihr Resümee bezüglich der viermonatigen Kampagne. Konnten Sie dadurch z.B. neue Lieferanten, bzw. Kunden hinzugewinnen?
OLIVER KNEISSL: Natürlich kamen zuerst unsere Bestandkunden besorgt auf uns zu, da der Begriff „Crowdinvesting“ vielen noch unklar war. Nach einer kurzen Erläuterung der Begrifflichkeit sowie dem Vorhaben, gewannen wir einige sogar als Investoren hinzu.
Der Marketing-Effekt hat noch immer eine positive Auswirkung auf uns als Unternehmen und das nicht nur regional. Wir können in allen Kanälen deutliche Anstiege messen. Das lässt uns für die Zukunft sehr erfreuliche Entwicklungen prognostizieren.

FN: Können Sie anderen Unternehmen, die eine Crowdinvesting-Kampagne planen, Ratschläge hinsichtlich Vorbereitung und Umsetzung geben?
MAXIMILIAN KNEISSL: Da die Crowdfunding-Kampagne für uns ein sehr großes internes Projekt war und noch immer ist, haben wir wertvolle Erfahrungen sammeln können, die wir gerne an andere Unternehmen weitergeben.

  • Holt euch Impressionen von US Start-Ups. Bei der Vermarktung sind diese Unternehmen mit das Beste, was am Markt zu finden ist.
  • Investiert etwas mehr in die Kampagne, als geplant (Zeit, Geld, Ressourcen). Es wird sich vielfach auszahlen.
  • Arbeitet mit professionellen Unternehmen zusammen. Diese übernehmen viel Arbeit und erledigen sie perfekt.

FN: Seit kurzem haben Sie auch eine Eigenmarke in Ihrem Sortiment. Welche Vorteile ergeben sich dadurch für Ihr Unternehmen und Ihre Investoren?
OLIVER KNEISSL: Zunächst darf man nicht vergessen, dass eine Eigenmarke viel Arbeit bedeutet. Dennoch wissen wir um deren Vorteile in jedem unternehmerischen Bereich.Die 2 wichtigsten Punkte sind folgende:

  • Wir sind mit anderen Händlern nicht mehr direkt vergleichbar, wie bei Markenartikeln.
  • Eine Eigenmarke gewährt natürlich wirtschaftlich deutlich attraktivere Margen für ein Unternehmen und deren Investoren.

FN: Welche Produktkategorien umfasst Ihre Eigenmarke? Und Planen Sie das Sortiment Ihrer Eigenmarke weiter auszubauen?
MAXIMILIAN KNEISSL: Vorerst werden unsere Kunden die Eigenmarke in den beiden Produktkategorien:“Technische Chemie“, „Handwerkzeuge“ auffinden können. Mit den kommenden Jahren werden wir die Eigenmarke auf alle Produktkategorien erweitern, sodass wir überall mit unserem Namen für die Qualität unserer Produkte stehen können.

FN: Welche Reaktionen konnten Sie bisher von Kundenseite nach Einführung der Eigenmarke beobachten?
MAXIMILIAN KNEISSL: Vor allem unsere Kunden wissen um die Zuverlässigkeit, die wir Ihnen bieten. Daraufhin war es nicht verwunderlich, dass wir unzählige Anfrage und sogar schon Vorbestellungen erhalten haben