Förderung der Windenergie

Strom mit Flugwindkraftanlagen erzeugen – eine anfängliche Vision entwickelt sich immer mehr zur Wirklichkeit und könnte bald schon über die Felder fliegen. Denn immer mehr Investoren sind überzeugt von der Idee, dass man Wind effektiver mit Drachen „ernten“ kann als mit statischen Windrändern. Mit insgesamt drei Millionen Euro Forschungsgeldern wird die Europäische Union deshalb jetzt das international Kooperationsvorhaben AWESCO bezuschussen. AWESCO ist ein Konsortium von Unternehmen und Hochschulen aus ganz Europa, die sich mit der Simulation, Regelung und Optimierung von Flugwindkraftanlagen beschäftigen.

Zu den von der EU geförderten Unternehmen gehört auch die EnerKite GmbH im brandenburgischen Kleinmachnow. Das neunköpfige Team um Geschäftführer Alexander Bormann freut sich über 250.000 Euro Forschungsgelder, die dazu beitragen sollen, die innovativen Flugwindkraftanlagen von EnerKite in zwei Jahren auf den Markt zu bringen. Mit drachenartigen Gleitschirmen kann der Wind in großen Höhen für die kontinuierliche Stromproduktion genutzt werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Zunächst wäre da die stetige Energieausbeute, da es laut Alexander Bormann in mehr als 200 Metern Höhe fast nie windstill ist. Zum zweiten kann die Technologie mobil genutzt werden, weil die Seiltrommeln für die Drachen in jeden Lkw passen und überall hin transportiert werden können. Und last but not least die Entlastung der Umwelt durch die Produktion von Ökostrom.

„Das Geld werden wir – begleitend zur Produktentwicklung – in die Optimierung der Systemkosten investiere, ohne dabei Kompromisse in der Sicherheit und Zuverlässigkeit zu machen“, erklärt Herr Bormann. Die Crowdinvesting-Kampagne von EnerKite bei FunderNation läuft noch bis kommenden Montag. Bislang konnte das Cleantech-Unternehmen schon fast 200.000 Euro einsammeln – ein klares Signal, dass der neuen Technologie gute Erfolgschancen eingeräumt werden.