Category: Crowdfunding (page 3 of 11)

Think Global, Act Local – Fundernation hilft!

Wir haben unseren Sitz in Bensheim-Auerbach, etwa eine halbe Stunde von der Finanzmetropole Frankfurt entfernt.  Wie überall in Deutschland stellt die Flüchtlingskrise auch hier die Menschen, Einheimische sowie Geflohene, vor gewaltige Herausforderungen. Wir von FunderNation haben schon früh von dem vorbildlichen Engagement des neugegründeten Vereins Welcome to Bensheim e.V.  über die sozialen Netzwerke erfahren, der sich für Füchtlinge und andere Hilfsbedürftige in der Region einsetzt.

Normalerweise bieten wir Investoren die Möglichkeit in Projekte und Unternehmen zu investieren, aber die Technik lässt sich mit überschaubarem Aufwand schnell für ein Online-Spendenprojekt anpassen. Für uns war deshalb schnell klar:  hier wollen wir mithelfen!

Welcome to Bensheim

Die Vereinsvorsitzende Sabine Reiner fand die Idee per Crowdfunding Geld zusammeln, um u.a. den dringend benötigten Transporter zu kaufen, genial. Man könnte sagen in Rekordzeit haben wir das Spendenprojekt auf die Plattform gestellt. „Ein gebrauchter Transporter kostet circa 10.000 -12.000 Euro“ schätzte Sabine Reiner die Anschaffungskosten für das Fahrzeug, mit dem z.B. Kleiderspenden und Decken transportiert, oder ganze Umzüge organisiert werden sollen. Außerdem müssen noch Unterhaltskosten gedeckt und Anschaffungen für ein neues Begegnungscafé gemacht werden.

Wir freuen uns wahnsinnig, denn in nur knapp 2 Wochen haben wir bereits die Kosten für das Fahrzeug gesammelt! Die Suche nach einem passenden Transporter läuft schon auf Hochtouren.  Da die Kampagne noch bis ins neue Jahr andauert, sind wir hoffnungsvoll noch mehr Spender für die Bensheimer Hilfsinitiative zu finden, um auch die nächsten finanziellen Herausforderungen zu meistern.

Es ist uns wichtig, dass für Spendenprojekte unsere Plattform kostenlos zur Verfügung steht, damit die eingesammelten Gelder vollständig den Projekten zu Gute kommen können.

 

Investmentkategorien bei FunderNation: Digitale Medien und IT

Um ein attraktives Investment-Portfolio aufbauen zu können, muss es eine attraktive Unternehmensauswahl geben. Bei FunderNation konzentrieren wir uns uns aus diesem Grund auf Bereiche, die ein starkes Wachstum, besonders erfolgsversprechende wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder einen gesellschaftlichen Mehrwert bieten. In unserem Blog möchten wir darüber sprechen, warum  diese Investmentkategorien zu den zukunftsträchtigen Wachstumsbranchen gehören. Im ersten Artikel haben wir Ihnen interessante Fakten zu der Investmentkategorie Digitale Medien und IT zusammengestellt:

 

 Digitale Medien und IT

Wir haben einige Daten zusammengestellt, welche die Branche als attraktive Investmentchance auszeichnen: Laut einer aktuellen Studie von PWC wird die globale Medienwelt von US$ 1,74 Billionen in 2014 auf US$ 2,23 Billionen in 2019 wachsen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 5,1%. Die Konsumenten sitzen dabei zunehmend in der Schaltzentrale, da sie entscheiden, welche digitale Form der Mediennutzung die für sie jeweils interessanteste ist. Aus diesem Grund wird ein Wachstum des digitalen Anzeigenvolumens um 12,2% im gleichen Zeitraum erwartet. Ähnlich beeindruckend sind die Wachstumsraten im Internet of Things. Bis 2020 soll dieser Markt laut IDC mit 17,4% pro Jahr von heute US$ 1,93 Milliarden auf US$ 7,07 Milliarden wachsen. Auch im Hinblick auf Börsengänge und Unternehmenskauftransaktionen hat der Bereich Digitale Medien und IT in den letzten beiden Jahren gezeigt, dass ein großes Potential besteht. Mit Rocket Internet und Zalando gab es in 2014 alleine in Deutschland zwei signifikante Börsengänge aus dem Bereich Digitale Medien.

Digital-Medien-IT

Im nächsten Artikel befassen wir uns mit der Investmentkategorie Nachhaltigkeit.

Armer Schwarm – reicher Schwarm? Kommentare zum Crowdinvesting Artikel in „Capital“

Armer Schwarm – reicher Schwarm?

„Schwärme gelten gemeinhin als intelligent. Bei der Finanzierung gilt das Naturgesetz nicht unbedingt.“ – lautet die Ausgangshypothese des Beitrags zum Thema Crowdfunding auf Seite 130 in der aktuellen Ausgabe 9/2015 der Capital. In dem Artikel werden dabei einige Thesen aufgestellt, die unsere Geschäftsführerin Uli W. Fricke gerne kommentieren möchte. Grundlage für die folgenden Überlegungen sind ihre persönlichen Erfahrungen aus 18 Jahren Venture Capital Investitionstätigkeit.

Crowdinvestoren wurden bei einem frühzeitigen Ausstieg übervorteilt 

Nach dem Einstieg renommierter Venture Capital Investoren wird ein Unternehmen große Erfolge erzielen und die weitere Wertsteigerung ist quasi garantiert, argumentiert der Artikel.

Unternehmerischer Erfolg ist bedauerlicherweise nicht vorherbestimmbar und korreliert nur bedingt mit großen Finanzierungsrunden. Ich habe in 18 Jahren sehr viele Unternehmen scheitern sehen, die eine gute Kapitalausstattung hatten, aber ihr Business Modell noch nicht ausreichend gut verstanden haben. Erfolge sind – auch wenn große renommierte Venture Capital Investoren einsteigen – nicht planbar oder vorhersehbar, insbesondere nicht für Start-ups. Daher kann es sehr sinnvoll sein ein Angebot zum Ausstieg anzunehmen – insbesondere wenn es zu einer Verzinsung von fast 50% führt. Ein realisierter Gewinn kann sich nicht mehr in Luft auflösen, ein unrealisierter Gewinn hingegen schon.

Hier schließt sich die Frage an, was eine angemessene Bewertung für einen frühzeitigen Ausstieg ist. Gerade bei jungen Unternehmen lässt sich in der Regel für die Bewertung eine große Spanne rechtfertigen. Am besten eignet sich in einem solchen Fall die Perspektive eines externen Dritten. Idealerweise werden die Crowdinvestoren also zu der Bewertung abgelöst, die der Venture Capital Investor als Basis für seinen Einstieg verwendet. Da auch nach Einstieg eines Venture Capital Investors der weitere Erfolg nicht garantiert ist, stellt die frühzeitige Realisierung eines tatsächlichen positiven Rückflusses in vielen Fällen für die Investoren die bessere Alternative dar. Wäre es in dem konkret beschriebenen Fall meine Wahl gewesen, hätte ich den Gewinn realisiert.

 Vorliegende Verträge schützen die Crowdinvestoren nicht ausreichend 

Das ist eine wichtige Frage, der sich übrigens auch jeder professionelle Frühphasen Venture Capital Investor immer wieder gegenüber sieht: Was ist eine angemessene Behandlung der Investoren der ersten Stunde? Und wie können die frühen Investoren dafür Sorge tragen, dass sie in späteren Finanzierungsrunden angemessen behandelt werden?

Die Crowdinvesting Verträge sollten so gestaltet sein, dass sie kompatibel sind mit späteren Venture Capital oder Business Angel Finanzierungen. Dazu gehören unter anderem eine sinnvolle Form des Investoren Poolings (da Venture Capital Investoren nicht mit 732 einzelnen Geldgebern verhandeln werden, wenn es um die weitere Entwicklung des Unternehmens geht) sowie geeignete Regelungen für Anteilsverwässerung, Exit und Mitsprache-Rechte. Dabei sind die unterschiedlichen Bedürfnisse einzelner Investorengruppen angemessen zu berücksichtigen. Technisch ist das alles machbar, für die richtige Umsetzung ist es jedoch wichtig zu wissen, welche Bauchschmerzen Venture Capital Investoren in der Praxis tatsächlich haben. Sind die Verträge nicht kompatibel, dann bleibt für ein Unternehmen das Crowdinvestoren hat und eine Venture Capital Runde plant nur die Alternative die Crowdinvestoren abzulösen. Sind wie bei FunderNation die Verträge mit dem notwendigen Know-how professionell aufgesetzt, haben die Crowdinvestoren eine gute Ausgangsbasis für eine angemessene Behandlung.

Crowdinvestoren haben eine sehr hohe Ausfallquote – zu hoch, um Geld zu verdienen 

Im Venture Capital Geschäft und insgesamt bei Investments in Start-ups ist traditionell zu beobachten, dass die negativen Nachrichten früher kommen als die guten Nachrichten. Es dauert in der Regel mehrere Jahre bis sich ein Start-up erfolgreich entwickelt hat und solide Umsätze sowie positive Cashflows generiert. Die meisten Ausfälle finden früher statt. Sodass die Investoren in den ersten drei Jahren zunächst mehr schlechte als gute Nachrichten verdauen müssen. Das erfordert eine gewisse Professionalität im Umgang mit den Informationen. Und vor allen Dingen erfordert es den Aufbau eines möglichst breit diversifizierten Investment Portfolios.

Bedeutung der Risikostreuung – Aufbau eines Investmentportfolios 

Der Artikel beleuchtet nur einen Aspekt des Crowdinvestings – und zwar die Finanzierung von Start-ups. Nicht weiter beachtet sind die Investitionsmöglichkeiten in Wachstums- und etablierte innovative Unternehmen, die FunderNation genauso berücksichtigt. Daher bezieht sich das Magazin „Capital“ ausschließlich auf den Aufbau eines Portfolios an Start-ups. Das ist in jedem Fall besser als nur in ein oder zwei Start-ups zu investieren. Viel erfolgreicher ist es jedoch, ein Portfolio von Unternehmen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen und unterschiedlichen Industrien aufzubauen. Die Ausfallrisiken beim einem entsprechend breit diversifizierten Portfolio sind deutlich kleiner, als bei einem reinen Start-up Portfolio.

Mein Fazit: Demokratisierung von Investments erfordert Transparenz 

Crowdinvesting bietet große Chancen – sowohl für Investoren, als auch für kapitalsuchende Unternehmen. Für Anleger ist es möglich ab €100 ein eigenes Investmentportfolio aufzubauen. Dies war bislang ausschließlich professionellen Investoren vorbehalten. Selbstverständlich ist bei jeder einzelnen Investitionsentscheidung eine individuelle Risikoeinschätzung vorzunehmen und eine unabhängige Entscheidung zu treffen. An dieser Stelle sind die kapitalsuchenden Unternehmen und die Crowdinvesting Plattformen gleichermaßen gefordert, eine hohe Transparenz über Chancen und Risiken jeder einzelnen Investitionsmöglichkeit herzustellen. Auf FunderNation nutzen wir dazu drei unterschiedliche Risiko-Rendite-Profile, professionelle und vergleichbare Finanzanalysen, strukturierte Business Pläne sowie leicht verständliche Vertragszusammenfassungen.

Gerne stehe ich bei allen Fragen zur Verfügung und freue mich sehr über Feedback und Kommentare.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Uli Fricke

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