Law

Deutliche Neuerungen im Kleinanlegerschutzgesetz wurden gerade vom Bundestag verabschiedet, die ab dem 1. Juli 2015 zuteil in Kraft treten. Die Crowdfunding-Branche atmet auf, denn der Kleinanleger wird besser geschützt, und die Schwarmfinanzierung wird an wesentlichen Stellen sogar gestärkt.

Die wichtigsten Änderungen wurden vom German Crowdfunding Network wie folgt zusammengefasst:

  • Die Ausnahme von der Prospektpflicht wurde auf 2,5 Mio Euro hochgesetzt, damit nähert sich die Bundesrepublik Deutschland den internationalen Grenzen an – gleichzeitig aber sind andere Länder wie Österreich oder die Niederlande auf dem Weg, die Grenzen auf 5 Mio Euro zu erhöhen.
  • Die Werbung im Internet und sozialen Medien aus dem Kabinettsentwurf ist nach wie vor erlaubt, ein Werbeverbot ist nicht mehr vorgesehen.
  • Das Vermögensanlageinformationsblatt muss nicht mehr ausgedruckt werden, sondern kann elektronisch durch Eingabe eines Bestätigungssatzes unterzeichnet werden.
  • Kapitalgesellschaften können als Ankerinvestoren auch deutlich über 10.000 Euro in ein Crowdinvesting-Projekt investieren.
  • Die Ausnahme für Crowdlending-Plattformen wurde präzisiert.

FunderNation begrüßt die verabschiedeten Gesetzesänderungen, denn eine nachvollziehbare Einschätzung der Erfolgsaussichten sollte für die Kleinanleger oberste Priorität haben. „Aus diesem Grund werden unsere Investmentmöglichkeiten, nach sorgfältiger Screening- und Bewertungsmethoden, auch in drei verschiedene Risiko-Rendite-Profile kategorisiert. Dieses Tool sorgt für Transparenz und Planbarkeit, und wird von den Investoren sehr geschätzt.“ erklärt Uli Fricke, Geschäftsführerin FunderNation.

Dennoch, ein eigenständiges Crowdfunding-Gesetz wird auch zukünftig das Ziel bleiben, um die Schwarmfinanzierung zu stärken – das in Kraft treten der Änderungen im KASG ist ein Schritt in die richtige Richtung.