80 Jahre bis Gleichberechtigung

Laut Global Gender Gap Report 2014 wird es noch 80 Jahre dauern, bis weltweit die Gleich­berechtigung der Geschlechter am Arbeitsplatz erreicht ist. Das können wir uns gesellschaftlich und volkswirtschaftlich nicht leisten. Schon heute fehlen insbesondere in technologiegetriebenen Industrien Arbeitskräfte, die sich auf Basis ihrer Ausbildung den Herausforderungen gegenwärtiger Arbeitsumgebungen stellen können. 60% der neuen Jobs, die in 2015 geschaffen werden, erfordern Knowhow, das nur 20% der Bevölkerung besitzt. Die weltweite demografische Entwicklung (einzige Ausnahmen sind Indien und Afrika) mit einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung verstärken diesen Effekt in den kommenden Jahren.

Gleichzeitig erlauben wir uns als Gesellschaft, Frauen im beruflichen Umfeld deutlich weniger zu fördern als Männer. Obwohl weltweit mehr Frauen einen Universitätsabschluss ablegen als Männer, verdienen Frauen nach wie vor in vergleichbaren Aufgaben deutlich weniger – in Deutschland z.B. im Durchschnitt nur 60% ihrer männlichen Kollegen. Eine sinnvolle Diversität am Arbeitsplatz wird jedoch immer relevanter, um wirtschaftliche, volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Ziele im Hinblick auf  Produktivität, BIP und Einkommensentwicklung realisieren zu können.

Es ist dringend an der Zeit, das Thema mit konkreten Maßnahmen in Angriff zu nehmen – und zwar nicht erst in 80 Jahren. Unter der Führung von EY erarbeitet ein engagiertes internationales Team von Führungskräften, Unternehmern und Politikern konkrete Lösungsansätze, damit Frauen in allen Phasen ihrer beruflichen Entwicklung ihr Potential besser und effektiver einsetzen können. Gelingt dies, profitieren alle: die einzelnen Menschen, die Unternehmen und unsere Gesellschaft.

Für mich persönlich und für FunderNation ist es ein Vergnügen und eine Ehre, an diesem Projekt mitzuarbeiten und dabei insbesondere innovative, dynamische junge Unternehmen im Blick zu behalten. Hier gibt es die gleichen Herausforderungen wie in großen Unternehmen, das verfügbare Handwerkszeug für Lösungen ist jedoch oft ein anderes. Mehr dazu folgt in Kürze. Über Feedback, Ideen und Vorschläge zu dem Thema freue ich mich!

Ihre Uli Fricke